Autor: Thomas Reddmann

  • Merkurtransit Rückschau

    Der Merkurtransit (von H. Kaiser)

    Unser Mitglied H. Kaiser schreibt:

    Nach den letzten drei wirklich nahezu unfassbar schönen Tagen die so mancher Astrofan durchgängig schlaflos verbracht hat, wie ich auch (einen fetten Kuss an meine Frau die so einiges mit mir erlebt hat…!) habe ich auf schönes Wetter auch für den Merkurtransit gehofft. Die Aussichten haben Wettereinschränkungen vorhergesagt. Trotzdem, das Equipment war pünktlich aufgebaut. Die Sonne war doch sehr bemüht milchig und diesig durch die Suppe durchzukommen. Immerhin war der Eintritt 13.12 Uhr deutlich wahrnehmbar und dann ging es auch mit dem Wetter bergauf. Bis 15.20 Uhr war alles o.k. Merkur ein sehr schönes, randscharfes Scheibchen, dazu einige Fleckchen auf der Sonne. Mit Baader visueller Sonnenfolie war bei ISO 400 eine Belichtungszeit bei f8 von 1/630 möglich. Beim Eintritt war es noch 1/400. Für einige Bilder habe ich auch die Serienbildfunktion meiner Sony a7II genutzt mit der Einstellung auf high. Merkur bewegt sich doch recht schnell und wenn ich Bilder stacken will sollte er nicht weiterwandern, sonst gibt’s ein Osterein auf der Sonnenscheibe.

    Nachdem sich über dem Elsass eine fette Wolkenfront aufgebaut hat, die auch letztlich über Karlsruhe lag hab ich abgebaut. Wer durchgehalten hat konnte nach 17.30 Uhr noch einmal richtig zuschlagen. Da war der Himmel wieder klar. Ich persönlich bin ganz stolz dabei gewesen zu sein. Es war mein erster Blick auf den Merkur. Morgens und abends habe ich es bisher nie geschafft.

    Sternwarte

    Auch von der Sternwarte war der Transit gut zu beobachten. Zu Ende des Unterrichts waren einige Schüler gekommen, um das Ereignis im Teleskop zu sehen, es waren aber auch regelmäßig immer wieder kleinere Besuchergruppen da, die durch die Fernrohre schauen wollten. Gerade noch kurz vor dem absehbaren Ende durch die Wolken kamen dann noch einige Interessierte.

    Merkur um 16:32, C8, Standort Sternwarte (Autor TR)
  • Die Mondfinsternis am 28. September 2015

    Die Mondfinsternis konnte bei besten Himmelsverhältnissen beobachtet werden. Folgend einige Bilder.


    Die Mondfinsternis von Frank Bischoff. Die Aufnahme wurde um 4:51 mit einem JSO-125 Wright-Newton bei f 3.8 gemacht.


    Zwei Fotos von Ricardo Miguelez.


    Eine in Photoshop zusammengestellte Sequenz der Mondfinsternis von Giovanni Caronti.


    Die folgenden zwei Bilder sind von Michael Hirtz, beide aufgenommen mit einer EOS70D bei 18 mm Brennweite (Canon 18-135mm Objektiv), Blende 3,5. Die Einzelbilder sind im Abstand von jeweils 5 Minuten aufgenommen, Kamera statisch montiert. Bei dem Überbelichteten sind die Einzelbilder alle jeweils 5 Sekunden belichtet und dann übereinandergelegt, beim angepasst belichteten sind Belichtungszeiten variiert von 1/2500 zu Beginn und Ende über 1/4, 1 und 5 Sekunden und dann wieder alles übereinandermonitert. Der Vordergrund kommt aus einem 5 Sekunden Bild (damit man die Umgebung erkennt) und dann nochmal drübergelegt.


    Dieses Bild hat Uwe Großkinsky vom Balkon aus aufgenommen.