Autor: Andreas Kammerer

  • Monatsüberblick März 2026

    Von:

    Der März wird vom strahlenden Jupiter dominiert, der in großer Höhe unübersehbar am Himmel steht. Wer bereits in der noch hellen Dämmerung nach Westen schaut, kann die noch ziemlich unauffällige Venus dicht über dem Horizont erkennen. Merkur und Mars sind im März unsichtbar, und Saturn verschwindet in der Abenddämmerung. Dafür ziehen in den ersten Nachtstunden noch die Winter-Sternbilder die Blicke auf sich. Allen voran fallen sowohl das Sternbild Orion als auch Sirius, der hellste Fixstern, auf. ✨

    Mond

    03.    Vollmond (Löwe)
    11.    Letztes Viertel (Schlangenträger)
    19.    Neumond (Fische)
    19.    Erste Sichtung am Abendhimmel möglich (gegen 19:00 MEZ, tief!!!)
    25.    Erstes Viertel (Zwillinge)
    29.    Mond bedeckt Regulus (Eintritt: 20:21 MESZ, Austritt: 21:31 MESZ)

    Planeten und Kleinplaneten

    Merkur

    steht am 7. März in unterer Konjunktion mit der Sonne. Obwohl er sich danach rasch von dieser entfernt und am Monatsletzten einen Abstand von 28° aufweist, bleibt Merkur in unseren Breiten unsichtbar, da die Ekliptik am Morgenhimmel sehr flach über den Horizont aufsteigt.

    Venus

    macht sich zögernd am Abendhimmel bemerkbar. Den –3.9m hellen Planeten findet man eine viertel Stunde nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont. Er tritt am 2. März ins Sternbild Fische und am 30. März ins Sternbild Widder, doch sind diese Sternbilder in der Dämmerung nicht erkennbar. Der Untergang der Venus erfolgt am 1. März um 19:45 MEZ, am 31. März um 21:45 MESZ. Am 7. März passiert Venus den Planeten Saturn 1.0° nördlich, was aber nur im Fernglas beobachtbar ist. Am Abend des 20. März findet man die Mondsichel 5.5° oberhalb der Venus. Für teleskopische Beobachtungen steht Venus im März zu tief.

    Mars

    entfernt sich zwar langsam von der Sonne, doch reichen die Abstände noch nicht, ihn am Morgenhimmel sichtbar werden zu lassen.

    Jupiter

    ist das dominierende Objekt fast der ganzen Nacht. Er wird am 11. März stationär und bewegt sich anschließend wieder rechtläufig – in Richtung Pollux. Seine Helligkeit geht von –2.4m auf –2.2m zurück. Seine Untergänge verlagern sich im Monatsverlauf von 5:00 MEZ auf 4:00 MESZ. Am Abend des 26. März finden wir den zunehmenden Halbmond 4.5° links oberhalb des Riesenplaneten. Aufgrund der sehr großen Horizonthöhen ist Jupiter ein ideales Objekt für das Teleskop. Dabei präsentiert er ein ovales Scheibchen, dessen scheinbarer Äquatordurchmesser von 42.8“ auf 39.0“ schrumpft. Seine Atmosphäre zeigt das auffällige Nördliche und Südliche Äquatorialband, wobei am Südrand des letzteren der auffällige Große Rote Fleck gefunden werden kann. Weitere Bänder können mit größeren Instrumenten beobachtet werden. Darüber hinaus bieten die vier hellsten Jupitermonde interessante Konstellationen, die von Nacht zu Nacht sehr unterschiedlich ausfallen. Zudem sind zahlreiche Bedeckungen und Verfinsterungen durch Jupiter bzw. seinen Schatten, sowie Durchgänge und Schattenvorübergänge der Monde vor der Jupiterscheibe zu beobachten. Spezialisten können sich an dem weiter außen umlaufenden Mond Himalia versuchen, der sich bis zu einem Grad von Jupiter entfernen kann, allerdings nur 15.2m hell ist. Im März findet man ihn fast 1° östlich von Jupiter.

    Saturn

    verschwindet in der ersten Märzwoche vom Abendhimmel, wobei Spezialisten ihn wohl noch ein paar Tage länger verfolgen können. Der 1.0m helle Ringplanet geht am Monatsersten um 19:45 MEZ unter, eine Woche später um 19:15 MEZ, und damit bereits in der hellen Dämmerung. Im Fernglas kann die Konjunktion zwischen Venus und Saturn gesichtet werden, wobei Venus 1.0° nördlich am Ringplaneten vorüberläuft. Venus kann damit für einige Tage eine Aufsuchhilfe sein. Teleskopische Beobachtungen sind nicht mehr möglich. Bereits am 25. März steht Saturn in Konjunktion mit der Sonne.

    Uranus

    ist ein Objekt am Abendhimmel. Der sich rechtläufig durch den Westteil des Sternbilds Stier (etwa 5° südlich der Plejaden) bewegende, 5.8m helle Planet geht zu Monatsbeginn gegen 1:15 MEZ unter, am Monatsletzten bereits um 0:15 MESZ. Etwa eine Stunde zuvor wird er in den horizontnahen Dunstschichten unsichtbar. Am Abend des 23. und 24. März steht der Mond in der Nähe, allerdings trennen ihn 8° von Uranus. Im Teleskop präsentiert Uranus ein 3.5“ großes, grünliches Scheibchen, das ab etwa 100x erkennbar wird, auf dem aber keine Details auszumachen sind. Mit größeren Instrumenten können die zwei hellsten Monde Titania (14.0m) und Oberon (14.2m) in Abständen von etwa 30“ bzw. 40“ ausgemacht werden.

    Neptun

    steht am 22. März in Konjunktion mit der Sonne und damit unbeobachtbar am Taghimmel.

    (7) Iris

    stand Ende Februar in Opposition zur Sonne. Kleinplanet Nr. 7 bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Sextant, welches sich südlich des Sternbilds Löwe befindet. Die Helligkeit von Iris geht im Monatsverlauf von 8.9m auf 9.7m zurück, so dass ihre Sichtbarkeit in der zweiten Monatshälfte endet. Am besten beobachtet man den Kleinplaneten in den zwei Stunden um die Kulmination. Diese findet zu Monatsbeginn um 0:30 MEZ statt, am Monatsende um 23:00 MESZ.

    (20) Massalia

    kommt am 21. März in Opposition zur Sonne und erreicht dabei eine Maximalhelligkeit von 8.9m. Zu Monatsbeginn ist Kleinplanet Nr. 20 erst 9.5m hell und am Monatsende bereits wieder 9.3m. Massalia bewegt sich rückläufig durch den westlichen Teil des Sternbilds Jungfrau. Die beste Beobachtungszeit ergibt sich in den zwei Stunden um die Kulmination. Diese findet zu Monatsbeginn um 2:00 MEZ statt, am Monatsende um 0:45 MESZ.

    Der Sternenhimmel

    Zur Standardbeobachtungszeit (23:00 MEZ am Monatsanfang, 22:00 MEZ zur Monatsmitte und 22:00 MESZ am Monatsende) steht das Sternbild Großer Bär – mit dem Großen Wagen als bekanntester Sternenkonstellation – hoch über unseren Köpfen. Seinen stellaren Gegenpart, das Sternbild Kassiopeia, auch Himmels-W genannt, finden wir hingegen in geringer Höhe über dem Nordwesthorizont. In der fünffachen Verlängerung der vorderen Wagensterne treffen wir auf den Polarstern im Norden, der den Endpunkt der Deichsel des Kleinen Wagens definiert. Offiziell wird diese Sternenkonstellation als Kleiner Bär bezeichnet.

    Nördlich des Zenits finden wir das schwierig zu identifizierende Sternbild Giraffe in größerer Höhe im Nordwesten. Tief im Norden, westlich der Kassiopeia, steht das Sternbild Kepheus in unterer Kulminationsstellung. Im Nordosten steigt das ausgedehnte Sternbild Drache empor, dessen Kopf am auffälligsten ist. Unterhalb der Wagendeichsel findet sich das nur aus zwei Sternen bestehende Sternbild Jagdhunde. Und westlich des Großen Bären kann das schwache Sternbild Luchs in großer Höhe ausgemacht werden.

    Über dem Nordwesthorizont bereiten sich gerade die Sternbilder Andromeda, Dreieck und Widder auf ihren Untergang vor. Noch deutlich höher finden wir das Sternbild Perseus. Im Westen ist das Sternbild Stier mit dem orangefarbenen Aldebaran und den beiden gut erkennbaren Sternhaufen Hyaden (um Aldebaran) und Plejaden (rechts von Aldebaran) schon deutlich herabgesunken. Hingegen steht der Fuhrmann mit der hellen Capella noch in bequemer Höhe.

    Das Wintersechseck, zusammengesetzt aus den Sternen Capella, Pollux, Procyon, Sirius, Rigel und Aldebaran, ist nun vollständig nach Südwesten gerückt. Das Sternbild Orion hat sich schon deutlich dem Horizont genähert. Ebenso der Stier und das Sternbild Großer Hund mit dem hellsten Stern des Himmels, Sirius. Die Sternbilder Hase und Achterdeck befinden sich bereits im Untergang. Hingegen sind die Sternbilder Fuhrmann mit der hellen Capella, Sternbild Zwillinge (in dem sich aktuell der strahlende Jupiter aufhält) mit den hellen Sternen Castor und Pollux sowie der Kleine Hund mit Procyon noch in größerer Höhe zu finden. Zwischen Kleinem und Großem Hund ist das schwache Sternbild Einhorn positioniert.

    Tief im Süden kulminiert das Sternbild Schiffkompass. Höher finden wir den Kopf des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange und über diesem das sehr unauffällige Sternbild Krebs, in welchem der Sternhaufen Praesepe unter gutem Himmel mit dem bloßen Auge erkannt werden kann.

    Im Südosten sind die Sternbilder Becher und Rabe aufgegangen, die beide noch sehr unauffällig sind. Deutlich höher finden wir das auffällige Sternbild Löwe mit dem hellen Regulus und über diesem das schwierige Sternbild Kleiner Löwe. Östlich des Löwen kann unter dunklem Himmel das Sternbild Haar der Berenice mit seinem mit bloßem Auge erkennbaren Sternhaufen Melotte 111 ausgemacht werden. Noch horizontnah finden wir das Sternbild Jungfrau mit der hellen Spica.

    Im Osten ist das große Sternbild Bärenhüter nun vollständig aufgegangen; sein Hauptstern Arktur leuchtet erkennbar orange. Unterhalb finden wir das markante Sternbild Nördliche Krone, das aber aufgrund der geringen Horizonthöhe noch nicht auffällt. Dies gilt auch für das über dem Nordosthorizont aufgehende Sternbild Herkules. Tief im Nordnordosten leuchtet die Wega, Hauptstern des Sternbilds Leier.

    Die Sterne Regulus, Spica und Arktur bilden das sogenannte Frühlingsdreieck, ein Pendant zum Wintersechseck bzw. Sommerdreieck. Die Milchstraße ist im März unauffällig, da sie nur mäßige Horizonthöhen erreicht. Sie tritt im Südsüdwesten über den Horizont (Sternbild Achterdeck) und zieht sich dann über die Sternbilder Einhorn, Zwillinge (Westteil) und Fuhrmann, wo sie ihre maximale Höhe erreicht. Im weiteren Verlauf sinkt sie über die Sternbilder Perseus, Kassiopeia und Kepheus zum Nordhorizont hinab.

  • Monatsüberblick Februar 2026

    Im Februar zeigt sich der Nachthimmel von seiner winterlich-klaren Seite. Besonders auffällig ist der helle Planet Jupiter, der den ganzen Monat über gut sichtbar ist. Kurz nach Sonnenuntergang lassen sich außerdem Venus, Merkur und Saturn tief im Westen beobachten. Zu den schönsten Sternbildern zählt weiterhin der Orion, begleitet von den Plejaden, die schon mit bloßem Auge auffallen. Der Vollmond Anfang Februar (Schneemond) erhellt den Himmel besonders stark. Gegen Monatsende ergeben sich reizvolle Begegnungen von Mond und Planeten, die auch für Einsteiger leicht zu sehen sind. Insgesamt bietet der Februar viele lohnende Beobachtungen – vor allem an klaren, kalten Abenden. ✨

    Mond

    01.    Vollmond (Krebs)
    09.    Letztes Viertel (Waage)
    17.    Neumond (Wassermann)
    18.    Erste Sichtung am Abendhimmel möglich (gegen 18:15 MEZ)
    24.    Erstes Viertel (Stier)

    Planeten und Kleinplaneten

    Merkur

    stand am 21. Januar in oberer Konjunktion mit der Sonne und gewann in den folgenden Tagen langsam an Abstand zu unserem Zentralgestirn. In den Tagen um den 6. Februar können Spezialisten versuchen, den flinken Planeten tief über dem westlichen Abendhorizont erstmals auszumachen. Der –1.1m helle Planet ist gegen 18:00 MEZ am besten zu finden. In den folgenden Tagen gewinnt er, bei nahezu gleicher Helligkeit, rasch an Höhe. Zwischen dem 10. und 20. Februar ist er gegen 18:15 bzw. 18:45 MEZ mit dem bloßen Auge recht gut erkennbar. Am 18. Februar findet man die hauchdünne Mondsichel 3.5° unterhalb von Merkur. Am 19. Februar steht Merkur mit einer Helligkeit von –0.6m in größter östlicher Elongation (18° von der Sonne entfernt). Danach nähert er sich angsam wieder dem Horizont, gleichzeitig geht seine Helligkeit nun rasch zurück. Am 25. Februar (nur noch 0.8m hell) ist er bereits zu einem schwierigen Objekt geworden, wobei Venus bei der Aufsuche helfen kann. Am 27. Februar steht die Venus 4.5° links unterhalb von Merkur (1.5m), so dass letzterer möglicherweise noch identifiziert werden kann. Nach dem 28. Februar dürften selbst Spezialisten vergeblich nach Merkur suchen.

    Venus

    stand Anfang Januar in oberer Konjunktion mit der Sonne. Obwohl ihre Elongationen noch klein sind, kann sie – dank der steil zum Horizont geneigten Ekliptik – bereits ab der Monatsmitte tief über dem westlichen Abendhorizont in der noch hellen Dämmerung ausgemacht werden. Am 15. Februar geht Venus um 18:25 MEZ unter, am 28. Februar um 19.05 MEZ. Jeweils eine halbe Stunde zuvor sollte man mit der Suche nach dem –3.9m hellen Planeten beginnen. Merkur kann bei der Suche anfangs eine Hilfe sein: am 15. Februar steht dieser 8° oberhalb der Venus, am 27. Februar 4.5° rechts oberhalb des Abendsterns. Am 18. Februar findet man die schmale Mondsichel 4° oberhalb der Venus. Für sinnvolle teleskopische Beobachtungen steht die Venus noch zu tief.

    Mars

    stand Anfang Januar in Konjunktion mit der Sonne. Er entfernt sich nur langsam von unserem Tagesgestirn und steht daher am Taghimmel.

    Jupiter

    stand Anfang Januar in Opposition zur Sonne. Er ist das dominierende Objekt der ganzen Nacht. Im Sternbild Zwillinge positioniert erreicht er große Horizonthöhen und ist somit auch teleskopisch optimal zu beobachten. Bis zum Monatsende geht die Helligkeit des sich rückläufig durch das Sternbild Zwillinge bewegenden Riesenplaneten auf –2.4m zurück. Seine Untergänge verlagern sich im Monatsverlauf von 6:45 MEZ auf 5:00 MEZ. In der Nacht vom 26. auf den 27. Februar finden wir den noch fast vollen Mond nahe Jupiter. Kurz vor dem Untergang können wir den Mond 4.5° rechts oberhalb des Gasplaneten finden. Im Teleskop präsentiert der größte Planet unseres Sonnensystems ein ovales Scheibchen, dessen scheinbarer Äquatordurchmesser von 45.7“ auf 43.0“ schrumpft.  Jupiter zeigt eine hochdynamische Atmosphäre mit dem auffälligen Nördlichen und Südlichen Äquatorialband, wobei am Südrand des letzteren der auffällige Große Rote Fleck gefunden werden kann. Weitere Bänder können mit größeren Instrumenten beobachtet werden. Darüber hinaus bieten die vier hellsten Jupitermonde interessante Konstellationen, die von Nacht zu Nacht sehr unterschiedlich ausfallen. Zudem sind zahlreiche Bedeckungen und Verfinsterungen durch Jupiter bzw. seinen Schatten, sowie Durchgänge und Schattenvorübergänge der Monde vor der Jupiterscheibe zu beobachten. Spezialisten können sich an dem weiter außen umlaufenden Mond Himalia versuchen, der sich bis zu einem Grad von Jupiter entfernen kann, allerdings nur 15.0m hell ist. Mitte Februar findet man ihn etwa 40‘ nordöstlich von Jupiter.

    Saturn

    wird im Februar zu einem unauffälligen Objekt über dem westlichen Abendhorizont. Der 1.0m helle Ringplanet wandert rechtläufig durch den westlichen Bereich des Sternbilds Fische. Seine Untergänge verlagern sich im Monatsverlauf von 21:15 MEZ auf 19:45 MEZ, womit er gegen Monatsende nur noch in der Dämmerung sichtbar ist. Am 15. Februar wandert Saturn 0.9° südlich am fernen Neptun vorüber. Selbst im Fernglas wird dies keine einfache Konjunktion sein. Am Abend des 19. Februar findet man die schmale Mondsichel 4.5° rechts von Saturn. Teleskopische Beobachtungen gelingen nur noch zu Monatsbeginn. Im Teleskop präsentiert der Ringplanet ein 16.3“ großes Planetenscheibchen und einen 37.0 x 1.3“ messenden Ring. Damit schauen wir noch immer unter einem sehr kleinen Winkel auf den Ring. In kleineren Instrumenten können die fünf hellsten Monde beobachtet werden. Von innen nach außen sind dies Tethys (10.5m), Dione (10.7m), Rhea (10.0m) und Titan (8.6m). Japetus (10.5m) kann im Februar westlich des Planeten aufgefunden werden.

    Uranus

    wird am 5. Februar stationär und bewegt sich anschließend in östlicher Richtung durch den Westteil des Sternbilds Stier, nur 5° südlich der Plejaden. Der 5.7m helle Planet geht zu Monatsbeginn gegen 3:00 MEZ, am Monatsende gegen 1:15 MEZ unter, und ist im Fernglas ein einfaches Objekt. Jeweils eine Stunde zuvor wird Uranus in den horizontnahen Dunstschichten unsichtbar. Der Zeitpunkt der Kulmination, die jeweils in großer Höhe stattfindet, verschiebt sich von 19:15 MEZ auf 17:30 MEZ. Zu Monatsbeginn ist es noch möglich, den Planeten von einem dunklen Standort aus sogar mit dem bloßen Auge auszumachen. Kurz vor seinem Untergang am 24. Februar (kurz nach Mitternacht) findet man den Mond 5° rechts oberhalb des Planeten. Im Teleskop präsentiert Uranus ein 3.7“ großes, grünliches Scheibchen, das ab etwa 100x erkennbar wird, auf dem aber keine Details erkennbar sind. Mit größeren Instrumenten können die zwei hellsten Monde Titania (13.9m) und Oberon (14.1m) in Abständen von etwa 30“ bzw. 40“ ausgemacht werden.

    Neptun

    ist ein Objekt des frühen Abendhimmels. Der 8.0m helle fernste Planet bewegt sich langsam rechtläufig durch den westlichen Teil des Sternbilds Fische, nahe Saturn, der als Aufsuchhilfe dienen kann. Seine Untergänge verlagern sich im Monatsverlauf von 21:30 MEZ auf 19:30 MEZ. Da er etwa zwei Stunden zuvor in den horizontnahen Dunstschichten unsichtbar wird, endet seine Sichtbarkeit etwa zur Monatsmitte. Am 15. Februar wandert Saturn zum dritten Mal, dieses Mal in 0.9° südlichem Abstand, an Neptun vorüber – keine leicht zu beobachtende Konjunktion. Am 19. Februar steht die schmale Mondsichel 3.5° rechts von Neptun, was aber wohl nur Spezialisten beobachten können.

    (7) Iris

    steht am 27. Februar im Sternbild Sextant in Opposition zur Sonne und erreicht dabei eine Maximalhelligkeit von 8.9m. Zu Monatsbeginn ist Kleinplanet Nr. 7 erst 9.3m hell. Die Aufsuche des Kleinplaneten südlich des Sternbilds Löwe gestaltet sich aufgrund fehlender prägnanter Umgebungssterne nicht ganz einfach. Am besten beobachtet man Iris in den zwei Stunden um die Kulmination. Diese findet zu Monatsbeginn um 2:30 MEZ, am Monatsende um 0:30 MEZ statt.

    (44) Nysa

    stand Ende Januar in Opposition zur Sonne. Sie bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Krebs in Richtung Pollux. Ihre Helligkeit geht im Monatsverlauf von 9.1m auf 9.7m zurück, so dass sie ab der Monatsmitte kaum noch im Fernglas sichtbar ist. Am besten beobachtet man den Kleinplaneten Nr. 44 nahe der Kulmination. Diese erreicht Kleinplanet Nr. 44 zu Monatsbeginn gegen 0:00 MEZ, am Monatsende bereits um 21:45 MEZ.

    Der Sternenhimmel

    Zur Standardbeobachtungszeit (23:00 MEZ am Monatsanfang, 22:00 MEZ zur Monatsmitte und 21:00 MEZ am Monatsende) steht das Sternbild Großer Bär mit dem auffälligen Großen Wagen bereits hoch im Nordosten. Sein Gegenpart, die Kassiopeia, auch Himmels-W genannt, steht in gleicher Höhe im Nordwesten. Zwischen beiden Sternbilder leuchtet – genau im Norden – der Polarstern. Er ist Teil des Sternbilds Kleiner Bär, das langsam höher steigt. Um den Kleinen Bär windet sich das ausgedehnte Sternbild Drache, dessen Kopf nun ebenfalls langsam an Höhe gewinnt.

    Im Nordwesten kann das Sternbild Kepheus ausgemacht werden, doch steht dieses nicht sonderlich auffällige Sternbild in nur geringer Horizonthöhe. Da das kleine und schwache Sternbild Eidechse noch tiefer steht, dürfte es kaum noch erkannt werden. Das Sternbild Pegasus ist schon fast ganz, das schwache Sternbild Fische zur Hälfte untergegangen. Beide dürften kaum noch ausgemacht werden können. Hingegen stehen die Sternenkette der Andromeda und die kleineren Sternbilder Widder und Dreieck noch in ausreichender Höhe im Westen bzw. Nordwesten. Noch besser positioniert ist das Sternbild Perseus.

    Im Südwesten ist der Walfisch größtenteils unter dem Horizont verschwunden, und das Sternbild Eridanus ist ebenfalls bereits zu größeren Teilen untergegangen.

    Der Schwerpunkt des Wintersechsecks ist in den Südwesten gerückt. Dieses setzt sich zusammen aus den hellen Sternen Capella im Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen (welche durch den strahlenden Jupiter die Blicke auf sich ziehen), Procyon im Kleinen Hund, Sirius im Großen Hund, Rigel im Orion und Aldebaran im Stier. Beteigeuze, der zweite helle Stern des Sternbilds Orion, steht etwa im Schwerpunkt des Wintersechsecks. Den Orionnebel kann man im Fernglas unterhalb der Gürtelsterne ausmachen. Unterhalb des Orion findet man das Sternbild Hase, während die untergehende Taube wohl nicht mehr erkannt werden kann. Östlich des Großen Hundes sind die Sternbilder Achterdeck und Schiffskompass positioniert, die aber aufgrund ihrer geringen Horizonthöhe nur schwer zu identifizieren sind. Zwischen Procyon und Sirius (dem hellsten Stern des irdischen Himmels) steht das Sternbild Einhorn, das sich aber nur aus schwachen Sternen zusammensetzt. Gleiches gilt für das Sternbild Krebs östlich der Zwillinge. In diesem kann bei günstigen Bedingungen der Sternhaufen Praesepe mit bloßem Auge festgestellt werden.

    Den Südosten nimmt das langgestreckte Sternbild Wasserschlange und das kleine Sternbild Sextant ein. Darüber finden wir das auffällige Sternbild Löwe mit dem hellen Regulus. Über dem Osthorizont erscheint eben das Sternbild Jungfrau. Zwischen Löwe, Zwillinge, Fuhrmann und Großer Bär können wir versuchen, die schwachen Sternbilder Kleiner Löwe, Luchs und Giraffe auszumachen.

    Im Nordosten ist das schwache Sternbild Haar der Berenice aufgegangen, über dem das kleine Sternbild Jagdhunde gut erkennbar ist. Über dem Nordosthorizont erscheint eben das Sternbild Bärenhüter, dessen hellster Stern Arktur aber aufgrund des Horizontdunsts noch nicht auffällig ist.

    Die nur von dunklen Standorten aus erkennbare Milchstraße steigt im Süden (Sternbild Achterdeck) über den Horizont und zieht sich dann über die Sternbilder Einhorn, Zwillinge (Westteil) und Fuhrmann bis in große Höhen. In der Folge sinkt sie über die Sternbilder Perseus, Kassiopeia und Kepheus zum Nordhorizont. Die Wintermilchstraße ist deutlich lichtschwächer als die Sommermilchstraße, da wir in Richtung der äußeren Spiralarme blicken.

  • Monatsüberblick Januar 2026

    Von:

    Im Januar zeigt sich der Nachthimmel besonders eindrucksvoll. Jupiter steht im Mittelpunkt: Er befindet sich in Opposition zur Sonne und ist die ganze Nacht über extrem hell sichtbar, seine Monde lassen sich schon mit einem Fernglas beobachten. Anfang des Monats leuchtet der Vollmond (Wolfsmond) sehr hell und fällt zeitlich mit dem Maximum des Quadrantiden-Meteorstroms zusammen, auch wenn das Mondlicht viele Sternschnuppen überstrahlt. Am Abendhimmel ist zudem Saturn zu sehen, während Uranus und Neptun mit optischen Hilfsmitteln auffindbar sind. Dominant sind die klassischen Wintersternbilder wie Orion und das Wintersechseck, die den Januarhimmel prägen.

    Mond

    03.:    Vollmond (Zwillinge)
    10.:    Letztes Viertel (Jungfrau)
    18.:    Neumond (Schütze)
    20.:    Erste Sichtung am Abendhimmel möglich (gegen 17:45 MEZ)
    26.:    Erstes Viertel (Widder)
    27.:    Mond bedeckt die Plejaden (etwa von 22:30 bis 0:00 MEZ)

    Planeten und Kleinplaneten

    Merkur

    steht am 21. Januar in oberer Konjunktion mit der Sonne und damit unbeobachtbar am Taghimmel.

    Venus

    erreicht am 6. Januar die obere Konjunktion mit der Sonne. Sie wechselt vom Morgen- an den Abendhimmel, steht aber selbst am Monatsende der Sonne noch zu nahe, um in der hellen Dämmerung erkennbar zu werden.

    Mars

    steht am 9. Januar in Konjunktion mit der Sonne und damit unbeobachtbar am Taghimmel.

    Jupiter

    erreicht am 10. Januar seine Oppositionsstellung. Der rückläufig durch den östlichen Teil des Sternbilds Zwillinge wandernde Planet erreicht in jenen Tagen seine maximale Helligkeit von –2.7m und ist damit ein unübersehbares Objekt des Nachthimmels. Er geht bei Sonnenuntergang im Nordosten auf und bei Sonnenaufgang im Nordwesten unter. Seine größte Horizonthöhe von 64° erreicht er kurz nach Mitternacht. Der Mond passiert im Januar zweimal den größten Planeten unseres Sonnensystems. In der Nacht 3./4. Januar steht unser Erdtrabant gegen Mitternacht 3° links oberhalb von Jupiter, und am Morgen des 31. Januar gegen 5:00 MEZ 3° rechts oberhalb. Im Teleskop präsentiert der Planet ein ovales Scheibchen mit einem Äquatordurchmesser von 46.6“ und einem Poldurchmesser von 43.6“. Er zeigt eine hochdynamische Atmosphäre mit dem auffälligen Nördlichen und Südlichen Äquatorialband, wobei am Südrand des letzteren der auffällige Große Rote Fleck gefunden werden kann. Weitere Bänder können mit größeren Instrumenten festgestellt werden. Aufgrund der langen Januarnächte ist es möglich, die gesamte Atmosphäre in einer Nacht zu beobachten, da die Rotationszeit etwas weniger als 10 Stunden beträgt. Darüber hinaus bieten die vier hellsten Jupitermonde interessante Konstellationen, die von Nacht zu Nacht sehr unterschiedlich ausfallen. Zudem sind zahlreiche Bedeckungen und Verfinsterungen durch Jupiter bzw. seinen Schatten, sowie Durchgänge und Schattenvorübergänge der Monde vor der Jupiterscheibe zu beobachten. Spezialisten können sich an dem weiter außen umlaufenden Mond Himalia versuchen, der sich bis zu einem Grad von Jupiter entfernen kann, allerdings nur 14.9m hell ist. Anfang Januar findet man ihn etwa 40‘ westlich von Jupiter.

    Mond nahe Jupiter am 3./4. Januar
    Mond nahe Jupiter am Morgen des 31. Januar

    Saturn

    ist ein auffälliges Objekt am westlichen Abendhimmel. Der 1.2m helle Ringplanet wandert rechtläufig zunächst durch den östlichen Teil des Sternbilds Wassermann, tritt aber am 15. Januar ins Sternbild Fische. Seine Untergänge verlagern sich im Monatsverlauf von 23:15 MEZ auf 21:30 MEZ. Am Abend des 23. Januar findet man die zunehmende Mondsichel 5° oberhalb von Saturn. Teleskopische Beobachtungen sollten gleich nach Dämmerungsende erfolgen. Dabei zeigt sich ein 16.8“ großes Planetenscheibchen. Der Ring ist zu Monatsbeginn um lediglich 1.0° zur Erde geneigt, öffnet sich aber bis zum Monatsende auf 2°. Entsprechend schmal erscheint der Ring (zunächst nur 0.5“, am Monatsende 1“ breit). Somit können keine Einzelheiten innerhalb des Rings ausgemacht werden. Dafür können die schwierigeren Monde beobachtet werden, allen voran der sich stets nahe der Ringe aufhaltende Enceladus (12.0m), aber eventuell auch der außerhalb der Titanbahn umlaufende Hyperion (14.5m). In kleineren Instrumenten sind die fünf hellsten Monde erkennbar. Von innen nach außen sind dies Tethys (10.5m), Dione (10.7m), Rhea (10.0m) und Titan (8.6m). Japetus (im Januar 11.0-10.5m hell) kann ab dem 20. Januar recht gut westlich von Saturn aufgefunden werden.

    Uranus

    bewegt sich, stetig langsamer werdend, rückläufig im westlichen Teil des Sternbilds Stier, etwa 4° südlich der Plejaden. Zu Monatsbeginn kulminiert der 5.7m helle Planet gegen 21:15 MEZ, am Monatsende gegen 19:15 MEZ, jeweils in großer Höhe. Damit ist es möglich, den Planeten an einem dunklen Standort sogar mit dem bloßen Auge auszumachen. Im Fernglas ist er ein einfaches Objekt. Seine Untergänge verlagern sich von 5:00 MEZ auf 3:00 MEZ. Jeweils eine Stunde zuvor wird Uranus in den horizontnahen Dunstschichten unsichtbar. Am Abend des 27. Januar findet man den Mond 5° oberhalb des Planeten. Im Teleskop präsentiert Uranus ein 3.7“ großes, grünliches Scheibchen, das ab etwa 100x erkennbar wird, auf dem aber keine Details auszumachen sind. Mit größeren Instrumenten können die zwei hellsten Monde Titania (13.9m) und Oberon (14.1m) in Abständen von etwa 30“ bzw. 40“ ausgemacht werden.

    Neptun

    bewegt sich rechtläufig im westlichen Teil des Sternbilds Fische, nahe Saturn, der als Aufsuchhilfe dienen kann. Der 7.9m helle fernste Großplanet kann in einem besseren Fernglas ausgemacht werden. Geht er zu Monatsbeginn gegen 23:30 MEZ unter, so erfolgt sein Untergang am Monatsende bereits um 21:30 MEZ. Zwei Stunden zuvor wird er in den horizontnahen Dunstschichten unsichtbar. Bis zur Monatsmitte kulminiert Neptun erst, wenn die Dämmerung abgeschlossen ist, danach steht er bei Dämmerungsende bereits westlich des Meridians. Am 23. Januar findet man den Mond 3° oberhalb der Mondsichel. Teleskopische Beobachtungen müssen gleich nach Dämmerungsende erfolgen. Dabei zeigt er ab 200x sein nur 2.3“ messendes Scheibchen. Mit größeren Instrumenten kann der 13.5m helle Mond Triton im Abstand von maximal 16“ vom Planeten ausgemacht werden.

    (40) Harmonia

    kommt am 3. Januar in eine sehr günstige Opposition, wobei sie 9.0m hell wird. Bereits zur Monatsmitte ist ihre Helligkeit wieder auf 9.5m zurückgegangen. Kleinplanet Nr. 40 wandert rückläufig durch das Sternbild Zwillinge, kann somit während des Großteils einer Nacht in großen Horizonthöhen aufgefunden werden. Ihre Kulmination erfolgt am 1. Januar um 0:45 MEZ, zur Monatsmitte um 23:30 MEZ.

    (44) Nysa

    steht am 24. Januar in Opposition zur Sonne und wird dabei kurzfristig 8.8m hell. Anfang Januar ist sie erst 9.4m hell. Sie bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Krebs und passiert um den 10. Januar den offenen Sternhaufen der Praesepe (M 44) in knapp 3° südlichem Abstand. Somit kann sie in großer Höhe beobachtet werden, am besten in der Nähe des Meridiandurchgangs. Diesen erreicht Kleinplanet Nr. 44 zu Monatsbeginn gegen 2:30 MEZ, am Monatsende bereits um 0:00 MEZ.

    Meteore

    Der Meteorstrom der Quadrantiden erzeugt zwar während seines sehr spitzen Maximums bis zu knapp 100 Meteore pro Stunde, doch handelt es sich dabei ganz überwiegend um ziemlich schwache Exemplare. Der Radiant befindet sich im nördlichen Bereich des Sternbilds Bärenhüter, der erst nach Mitternacht ausreichende Horizonthöhen erreicht. Das Maximum wird 2026 am 3. Januar gegen 22:00 MEZ erwartet. Leider ist in dieser Nacht Vollmond, so dass man nur die sehr vereinzelt auftretenden helleren Exemplare wird ausmachen können. Eine systematische Beobachtung lohnt sich in diesem Jahr nicht.

    Der Sternenhimmel

    Zur Standardbeobachtungszeit (23:00 MEZ am Monatsanfang, 22:00 MEZ zur Monatsmitte und 21:00 MEZ am Monatsende) kann das Sternbild Großer Bär, und als Teil desselben der Große Wagen, halbhoch im Nordosten ausgemacht werden, wobei die Deichsel zum Horizont weist. In der fünffachen Verlängerung der vorderen Wagensterne findet man – genau im Norden – den gut erkennbaren, aber nicht auffälligen Polarstern. Er bildet den Abschluss der Deichsel des Kleinen Wagens (Sternbild Kleiner Bär), dessen vordere Wagensterne ihre tiefste Stellung im Norden gerade hinter sich haben. Um den Kleinen Bär windet sich das ausgedehnte Sternbild Drache, dessen Kopf – als auffälligster Part – gerade seine tiefste Stellung erreicht hat. Unterhalb der Deichsel des Großen Wagens befindet sich das kleine Sternbild Jagdhunde.

    Über dem Nordwesthorizont geht das Sternbild Schwan unter, wobei sein Hauptstern Deneb noch gut erkennbar ist. Oberhalb des Schwans findet man das Sternbild Kepheus und das kleine, nur aus schwachen Sternen bestehende Sternbild Eidechse.

    Im Westen hat das Sternbild Pegasus mit dem Untergang begonnen. Die daran anschließende Sternenkette der Andromeda steht hingegen, wie auch das auffällige Sternbild Kassiopeia – auch als Himmels-W bezeichnet – noch in bequemer Höhe. Unsere Nachbargalaxie, den Andromedanebel, finden wir am Ende der kurzen, nach Norden weisenden Sternenkette in der zentralen Andromeda. Verlängern wir die Sternenkette der Andromeda, so stoßen wir zenitnah auf den Perseus, und unterhalb der Andromeda sind die kleineren Sternbilder Widder und Dreieck noch gut auszumachen. Hingegen wird man große Mühe mit der Identifikation des schwachen Sternbilds Fische haben, dessen Kopf bereits untergegangen ist.

    Im Südwesten finden wir das Sternbild Walfisch bereits im Untergang. Das Himmelsareal östlich des Walfischs nimmt das ausgedehnte Sternbild Eridanus ein, welches nahe Rigel beginnt und dann zunächst nach Westen, im weiteren Verlauf nach Süden strebt, wobei sein Fußpunkt mit dem hellen Stern Achernar bei uns nie aufgeht.

    Der Helligkeitsschwerpunkt befindet sich im Januar im Süden. Halbhoch steht hier das auffälligste Wintersternbild, der Orion mit der orangefarbenen Beteigeuze und dem blauen Rigel sowie dem im Fernglas gut erkennbaren Orionnebel südlich der Gürtelsterne. Oberhalb finden wir das Sternbild Stier mit dem orangefarbenen Aldebaran und seinen zwei Sternhaufen Hyaden (um Aldebaran) und Plejaden (nordwestlich von Aldebaran), auch Siebengestirn genannt. Und über unseren Köpfen, im Zenit, steht die helle Capella, Hauptstern des Sternbilds Fuhrmann. Nordöstlich des Orions befindet sich das Sternbild Zwillinge mit Castor und Pollux, welches dieses Jahr durch den strahlenden Jupiter nochmals aufgewertet wird, und unterhalb der Zwillinge das Sternbild Kleiner Hund mit dem hellen Procyon. Südöstlich des Orions strahlt Sirius im Sternbild Großer Hund, der hellste Stern am irdischen Himmel. Das Wintersechseck, gebildet aus den Sternen Capella, Pollux, Procyon, Sirius, Rigel und Aldebaran, zieht somit im Süden alle Blicke auf sich.

    Unter dem Orion geht gerade das Sternbild Hase durch den Meridian, und nur knapp über dem Südhorizont kann ein Teil des Sternbilds Taube unter guten Sichtbedingungen ausgemacht werden. Östlich des Großen Hunds ist eben das Sternbild Achterdeck aufgegangen, welches ein Sternbild des Südhimmels ist. Die Sterne zwischen Procyon und Sirius gehören zum schwachen Sternbild Einhorn.

    Im Südosten erhebt sich bereits die Wasserschlange über dem Horizont, oberhalb derer sich das schwache Sternbild Krebs befindet, in dem unter dunklem Himmel der Sternhaufen Praesepe mit dem bloßen Auge ausgemacht werden kann. Im Osten ist eben der Löwe mit dem auffälligen Regulus aufgegangen. Oberhalb desselben kann man sich an den schwachen Sternbildern Kleiner Löwe und Luchs und zenitnah vielleicht sogar am Sternbild Giraffe versuchen.

    Die Milchstraße steigt im Südosten (Sternbild Achterdeck) über den Horizont und zieht sich dann durch die Sternbilder Einhorn, Zwillinge (Westteil), Fuhrmann bis nahe des Zenits. In der Folge sinkt sie über die Sternbilder Perseus, Kassiopeia, Kepheus und Schwan zum Nordwesthorizont herab. Sie kann aber nur unter einem dunklen Himmel gut gesichtet werden.

  • Beteigeuze in tiefem Helligkeitsminimum

    Der linke Schulterstern des winterlichen Paradesternbilds Orion, Beteigeuze (alpha Ori), zeigt sich aktuell in einem tiefen Helligkeitsminimum.

    Weitere Infos: