Monatsüberblick November 2026

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Während im Westen noch das Sommerdreieck zu finden ist, gehen im Osten nun die hellen Wintersternbilder auf, allen voran der auffällige Orion. Im südlichen Himmelsquadranten finden sich außer dem gut erkennbaren Sternbild Pegasus (das auch Herbstviereck genannt wird) nur schwache Sternbilder. Entsprechend dunkel erscheint dieser Himmelsbereich. Bereichert wird dieser allerdings aktuell vom Planeten Saturn, der dafür umso auffälliger erscheint. Auch der allgemein bekannte Große Wagen ist nur schwierig zu erkennen, da er momentan seine tiefste Stellung über dem Nordhorizont erreicht hat. Der Morgenhimmel ist im November wesentlich auffälliger, finden sich dort doch die ganzen hellen Wintersternbilder. Zudem fallen der strahlende Jupiter und der orangefarbene Mars auf, die im November nahe beieinander stehen. In der Morgendämmerung können zudem die strahlende Venus und der flinke Merkur gesichtet werden.✨

Mond

01.:      Letztes Viertel (Krebs)
09.:      Neumond (Waage)
12.:      Erste Sichtung am Abendhimmel möglich (gegen 17:30 MEZ)
17.:      Erstes Viertel (Steinbock)
24.:      Vollmond (Stier)

Planeten und Kleinplaneten

Merkur

steht am 4. November in unterer Konjunktion mit der Sonne und entfernt sich danach rasch von ihr nach Westen. Am 13. November wird er stationär und bewegt sich anschließend wieder rechtläufig vor der Sternenkulisse. Dies ist der Beginn einer respektablen Morgensichtbarkeit. Spezialisten mögen den flinken Planeten bereits wenige Tage vor seinem Stillstand erstmals sichten. Am 10. November steht der lediglich 1.8m helle Planet gegen 7:00 MEZ 5° über dem Horizont. Am 15. November ist seine Helligkeit bereits auf 0.0m angestiegen; die beste Beobachtungszeit ergibt sich an diesem Tag gegen 6:45 MEZ. Am 21. November steht er mit 19.6° in größter westlicher Elongation, wobei er gleichzeitig die größte Horizonthöhe während dieser Sichtbarkeit erreicht. Der –0.6m helle Merkur ist an diesem Tag gegen 6:30 MEZ am besten zu beobachten. Danach sinkt er, bei konstanter Helligkeit, wieder dem Horizont entgegen, so dass man zu einer späteren Uhrzeit beobachten muss. Merkur läuft durch das Sternbild Waage und passiert am 25. November den Hauptstern Zubenelgenubi (2.6m hell) 1.7° nördlich. Am 30. November sollte man den weiterhin –0.6m hellen Merkur gegen 7:00 MEZ aufsuchen. Zwischen dem 10. und 25. November findet man Merkur recht konstant etwa 15° links unterhalb der Venus. Im Teleskop zeigt Merkur in den ersten Tagen der Sichtbarkeit eine 8.5“ große, zu 20% beleuchtete Sichel. Am 18. November zeigt sich das 7.0“ große Scheibchen halb beleuchtet und am 30. November das nur noch 5.5“ große Scheibchen zu über 80% beleuchtet. Aufgrund der geringen Horizonthöhen ist es bereits ein Erfolg, die Phase im Teleskop überhaupt ausmachen zu können.

Venus

erscheint am Morgenhimmel, wenn sie auch in den ersten Novembertagen ein schwieriges Objekt knapp über dem OSO-Horizont sein wird. Mit guter Aussicht auf Erfolg sollte man gegen 6:45 MEZ nach dem –4.2m hellen Planeten suchen. Mit jeder weiteren Woche wird Venus auffälliger, und dominiert letztlich als strahlendes Objekt den Morgenhimmel. Am 7. November findet man die schmale Mondsichel 2° rechts oberhalb der dann bereits –4.5m hellen Venus. Am 11. November wird Venus stationär und bewegt sich anschließend rechtläufig durch das Sternbild Jungfrau. Dabei umrundet sie deren 1.0m hellen Hauptstern Spica, dem sie bis auf 1.2° nahekommt. Am 29. November erreicht Venus ihren größten Glanz mit –4.9m. An diesem Tag geht sie bereits um 4:15 MEZ auf und wird etwa eine viertel Stunde später sichtbar. Im Fernglas bzw. Teleskop präsentiert sich Venus zu Monatsbeginn mit einer 60“ großen Sichel, die nur zu 2% beleuchtet ist. Bis zum Monatsende schrumpft der scheinbare Durchmesser der Sichel auf 40“, ihr Beleuchtungsgrad wächst auf 27% an.

Mars

erscheint im November bereits vor Mitternacht über dem östlichen Horizont. Seine Aufgänge verlagern sich von 23:30 MEZ auf 23:00 MEZ. Seine Helligkeit wächst von 0.9m auf 0.5m an, so dass er zu einem auffälligen Objekt der zweiten Nachthälfte wird. Am strahlenden Jupiter zieht Mars am 15. November in 1.2° nördlichem Abstand vorüber. Mars bewegt sich im Sternbild Löwe nach Osten und passiert den 1.4m hellen Regulus am 26. November in 1.7° nördlichem Abstand. Der Mond zieht im November zweimal am Roten Planeten vorbei. Am Morgen des 2. November steht er 4.5° rechts oberhalb von Mars, und kurz nach Mitternacht des 3. November 7° unterhalb (mit Jupiter dazwischen). Am Morgen des 30. November steht er 7° rechts von Mars, wobei Jupiter und Regulus die Szenerie bereichern. In der Nacht 30. November / 1. Dezember steht der Mond um Mitternacht 5.5° unterhalb von Mars. Teleskopische Beobachtungen kann man im November versuchen. Auf dem nur knapp 8“ großen Scheibchen, das einen deutlichen Phaseneffekt zeigt (da uns ein Teil der Nachtseite zugekehrt ist), wird man aber außer der Polkappe nur wenige Details erkennen. Aktuell ist die Nordhälfte des Marsglobus auf die Erde gerichtet.

Anblick von Mond, Mars, Jupiter und Regulus am Morgen des 2. November
Anblick von Mars, Jupiter, Mond und Regulus kurz nach Mitternacht des 3. November
Mars läuft Mitte November an Jupiter vorüber
Mars läuft Ende November an Regulus vorüber
Mond, Jupiter, Regulus und Mars am Morgen des 30. November
Jupiter, Regulus, Mars und Mond um Mitternacht des 30.11./1.12.

Jupiter

verlagert seine Aufgänge im Monatsverlauf deutlich vor Mitternacht, bleibt aber noch ein Planet der zweiten Nachthälfte. Am 1. November überschreitet er den Nordosthorizont um 0:15 MEZ, am 30. November bereits um 22:30 MEZ. Seine Helligkeit steigt von –2.0m auf –2.2m an. Jupiter verzögert seine rechtläufige Bewegung im Sternbild Löwe – nahe Regulus – immer mehr. Am 15. November passiert Mars den Riesenplaneten 1.2° nördlich. Der Mond befindet sich im November zweimal nahe Jupiter. Am 3. November gegen 1:00 MEZ (gleich nach seinem Aufgang) findet man den abnehmenden Mond 2° unterhalb von Jupiter. In der Dämmerung des Morgens des 30. November steht der Mond 2° rechts unterhalb des Gasplaneten. Dabei bereichern Mars und Regulus zusätzlich die Szenerie. Im Teleskop präsentiert Jupiter ein ovales Scheibchen, dessen Äquatordurchmesser im Monatsverlauf von 35.8“ auf 39.0“ anwächst. Auf diesem können selbst mit kleinen Instrumenten das Nördliche und Südliche Äquatorialband und der Große Rote Fleck innerhalb der hochdynamischen Atmosphäre ausgemacht werden. In größeren Instrumenten sind zudem weitere schwächer ausgeprägte Bänder zu erkennen. Daneben bereichern die vier hellen Jupitermonde die Szenerie mit ihren ständig wechselnden Konstellationen und vielfältigen Ereignissen (Verfinsterungen und Bedeckungen durch Jupiter, Vorübergänge und Schattenvorübergänge vor Jupiter). Zudem sehen wir in den kommenden Monaten fast auf die Bahnebenen der Monde, so dass es zusätzlich zu Verfinsterungen und Bedeckungen zwischen den Monden kommt, die mit größeren Instrumenten bei hohen Vergrößerungen detailliert verfolgt werden können. So bedeckt am 4. November Ganymed zwischen 3:22 MEZ und 3:30 MEZ Io, am 7. November Europa zwischen 5:12 MEZ und 5:24 MEZ Ganymed und am 25. November verfinstert Kallisto zwischen 0:11 MEZ und 0:21 MEZ Io fast total. Die Diagramme/Ansichten zu Jupiter finden sich dieses Mal im Abschnitt „Mars“.

Saturn

stand Anfang Oktober in Opposition zur Sonne und kann somit optimal beobachtet werden. Der Ringplanet wandert rechtläufig durch eine Ecke des Sternbilds Walfisch, südlich des Sternbilds Fische. Seine Helligkeit sinkt bis zum Monatsende auf 0.6m ab. Er zieht sich vom Morgenhimmel langsam zurück. Seine Untergänge verlagern sich im Monatsverlauf von 4:30 MEZ auf 2:30 MEZ. In der Nacht 20./21. November kommt der Mond dem Ringplaneten bis auf 5.5° nahe. Im Teleskop zeigt Saturn ein 19“ großes, ovales Planetenscheibchen, auf dem das Nördliche und Südliche Äquatorband schwach ausgemacht werden können. Der Ring misst 43×4.5“ und ist 6° gegen die Sichtlinie zum Betrachter geneigt, womit die Cassinische Teilung nochmals schwierig erkennbar wird. In kleineren Instrumenten sind im November die helleren Monde (Reihenfolge in zunehmender Distanz vom Ring) Tethys (10.2m), Dione (10.4m), Rhea (9.7m) und Titan (8.3m) sichtbar. Der Mond Japetus ist im November ein schwieriges Objekt östlich von Saturn, da er uns seine dunkle Seite zuweist und lediglich 11.5-12.0m hell ist. Mit größeren Instrumenten kann man versuchen, die sehr ringnahen Monde Mimas (12.9m) und Enceladus (11.7m) zu finden, sowie den außerhalb der Titanbahn umlaufenden Hyperion (14.2m).

Uranus

erreicht am 26. November seine Opposition. Dies bedeutet: Aufgang bei Sonnenuntergang, Kulmination kurz nach Mitternacht und Untergang bei Sonnenaufgang. Zudem erreicht er seine minimale Erddistanz und damit seine maximale Helligkeit und den größten scheinbaren Durchmesser. Der 5.6m helle Planet bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Stier im Bereich des „Goldenen Tors der Ekliptik“ (welches durch die Plejaden und Hyaden definiert wird). Unter dunklem Himmel kann Uranus aufgrund seiner großen Horizonthöhe nahe der Kulmination sogar mit dem bloßen Auge ausgemacht werden. Am frühen Abend des 24. November findet man den Vollmond 4° links oberhalb des fernen Planeten, was aber schwierig zu beobachten sein dürfte. Im Teleskop präsentiert Uranus ein grünliches, 3.8“ großes Scheibchen, auf dem keinerlei Details erkennbar sind. In größeren Instrumenten können die beiden hellsten Monde Titania (in 30“ Distanz / 13.8m) und Oberon (40“ / 14.0m) aufgefunden werden.

Neptun

ist ein im Fernglas leidlich gut erkennbares Objekt der ersten Nachthälfte. Der 7.8m helle fernste Planet bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Fische, knapp 7° westlich von Saturn, wird aber immer langsamer. Der Zeitpunkt seines Untergangs verlagert sich im Monatsverlauf von 3:45 MEZ auf 2:00 MEZ. Etwa zwei Stunden zuvor verschlucken ihn die horizontnahen Dunstschichten. Am besten beobachtet man Neptun nahe der Kulmination, die am 1. November um 21:45 MEZ stattfindet, am 30. November um 19:45 MEZ. Der Mond steht am 20. November nahe Neptun und dürfte Beobachtungen stark erschweren. Im Teleskop kann ab etwa 200x das 2.3“ kleine Scheibchen erkannt werden. Mit größeren Instrumenten kann der 13.4m helle Mond Triton etwa 15“ von Neptun entfernt ausgemacht werden.

(1) Ceres

wird am 24. November stationär und eilt anschließend rückläufig in nordöstlicher Richtung durch das Sternbild Zwillinge. Zur Monatsmitte passiert sie den 3.6m hellen Stern kappa Gem in etwa 0.5° nördlichem Abstand. Der Zwergplanet und Kleinplanet Nr. 1 steigert seine Helligkeit von 8.4m auf 7.9m, so dass er zu einem im Fernglas leidlich gut erkennbaren Objekt wird. Insbesondere in den Stunden um die Kulmination, welche zu Monatsbeginn um 5:30 MEZ stattfindet, am Monatsende um 3:30 MEZ. Aufgrund seiner nördlichen Deklinationen kann er aber auch bereits einige Stunden zuvor aufgesucht werden.

(2) Pallas

beendet Ende November ihre Sichtbarkeit. Kleinplanet Nr. 2 wandert rückläufig durch den südlichen Teil des Sternbilds Walfisch, nahe dem mit dem bloßen Auge gut erkennbaren, 2.0m hellen Stern beta Cet (Diphda). Dabei weist sie Deklinationen unterhalb von -20° auf, so dass sie ein schwieriges Objekt im Fernglas ist. Zudem geht ihre Helligkeit im Monatsverlauf von 8.6m auf 9.0m zurück. Aussichten auf eine erfolgreiche Beobachtung ergeben sich somit nur in der Zeit um die Kulmination. Diese erfolgt zu Monatsbeginn gegen 23:00 MEZ, am Monatsende gegen 20:45 MEZ.

(4) Vesta

stand Mitte Oktober in Opposition zur Sonne und kann im November weiterhin gut im Fernglas beobachtet werden. Kleinplanet Nr. 4 bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Walfisch. Ihre Helligkeit sinkt im Monatsverlauf von 6.6m auf 7.3m. Im Fernglas beobachtet man Vesta am besten in den Stunden um die Kulmination. Diese findet zu Monatsbeginn gegen 23:00 MESZ statt, am Monatsende gegen 20:45 MEZ.

Meteore

Im November erreicht der berühmte Meteorstrom der Leoniden sein Maximum. Er wird verursacht von dem Kometen 55P/Tempel-Tuttle mit einer Umlaufszeit von 33 Jahren. In den Jahren kurz nach seinem Periheldurchgang (der nächste wird 2031 stattfinden) zeigen die Leoniden eine deutlich erhöhte Aktivität (bis zu Meteorstürmen). In den übrigen Jahren erscheinen im Maximum lediglich etwa 15 Meteore pro Stunde, wobei die Leoniden extrem rasch über den Himmel flitzen. Im Jahr 2026 wird das Maximum am 17. November kurz vor Mitternacht erreicht. Da der Radiant erst in der zweiten Nachthälfte für Beobachtungen ausreichend hoch steht, werden Beobachtungen in diesem Jahr nicht durch den Mond gestört.

Den ganzen November über wird eine erhöhte Rate an hellen Feuerkugeln registriert. Diese werden vom Meteorstrom der Tauriden verursacht, der aber lediglich Fallraten um 5 Meteore pro Stunde produziert (inklusive der Feuerkugeln).

Der Sternenhimmel

Zur Standardbeobachtungszeit (23:00 MEZ zu Monatsbeginn, 22:00 MEZ zur Monatsmitte und 21:00 MEZ am Monatsende) hat das Sternbild Großer Bär, mit dem Großen Wagen als auffälligstem Teil, mit dem Aufstieg über dem Nordhorizont begonnen, aber es steht insgesamt noch zu tief, um sofort aufzufallen. Das Sternbild Kassiopeia, das Himmels-W, hat hingegen nun seine größte Höhe erreicht und steht nahezu im Zenit. Zwischen diesen beiden Sternbildern finden wir am Nordhimmel – stetig tiefer schauend – den recht unauffälligen Kepheus, den Kleinen Bär und das Sternbild Drache. Das Sternbild Kleiner Bär ähnelt einem Kleinen Wagen, an dessen Endpunkt der gut erkennbare, aber nicht auffällige Polarstern steht (den man sicher findet, indem man die Strecke zwischen den vorderen Kastensternen des Großen Wagens fünfmal nach oben verlängert). Der Kleine Bär, oder besser der polfernste Teil des Kleinen Wagens, hat nunmehr seine tiefste Stellung erreicht. Der auffälligste Teil des Sternbilds Drache, sein Kopf, steht in geringer Höhe über den Nordwesthorizont.

Im Nordwesten geht eben das Sternbild Herkules unter. Das Sternbild Leier ist auch schon deutlich zum Horizont gesunken, aber dank Wega immer noch ein Hingucker. Halbhoch findet man das Sternbild Schwan, auch als Kreuz des Nordens bezeichnet, mit dem hellen Deneb. Hingegen hat sich der Adler, mit dem Hauptstern Atair, angeschickt, im Westen unterzugehen. Somit ist das Sommerdreieck – gebildet aus Wega, Deneb und Atair – nicht länger ein Blickfang. Parallel hierzu lohnt es sich nicht mehr, nach den schon tief stehenden schwachen Sternbilder Füchschen, Pfeil, Delphin und Füllen zu schauen.

Im Südwesten ist das Sternbild Wassermann dem Horizont schon nahe gerückt. Über ihm zeigt sich das nur aus schwachen Sternen bestehende Sternbild Fische, in dem sich aktuell der auffällige Saturn befindet und somit als Aufsuchhilfe dienen kann. In größerer Höhe finden wir das große Sternbild Pegasus mit dem aus den vier hellsten Sternen zusammengesetzten Herbst-Viereck. Dabei gehört der nordöstlichste Stern des Vierecks schon nicht mehr zum Pegasus, sondern ist Teil der Sternenkette der Andromeda, die sich östlich des Pegasus erstreckt und eben den Meridian passiert. Am Ende der kurzen, nach Norden weisenden Sternenkette innerhalb der Andromeda finden wir den berühmten Andromedanebel, unsere Nachbargalaxie. Noch immer in großer Höhe können wir das eher unscheinbare Sternbild Eidechse entdecken.

Im Süden kulminiert das große Sternbild Walfisch, von dem nur der südliche Stern Diphda und der Kopf auffälliger sind. Oberhalb des Walfischs stehen die Sternbilder Widder und Dreieck.

Über dem Südosthorizont breitet sich das große Sternbild Eridanus aus, von dem wir nur einen Teil sehen können – sein heller Hauptstern Achernar bleibt für uns stets unterhalb des Horizonts. Östlich des Eridanus zieht das Sternbild Orion die Blicke auf sich, setzt sich seine Hauptfigur doch aus sieben helleren Sternen zusammen. Oberhalb des Orion finden wir das Sternbild Stier, welches neben dem orangefarbenen Aldebaran die beiden Sternhaufen Hyaden und Plejaden (Siebengestirn) beheimatet. Noch höher zeigen sich die Sternbilder Perseus und Fuhrmann, letzterer mit der hellen Capella.

Im Osten ist das Sternbild Zwillinge, mit den beiden helleren Sternen Castor und Pollux, nun ganz aufgegangen. Den Nordosten nehmen die eher unscheinbaren Sternbilder Luchs und Giraffe ein, deren Sterne nur unter dunklem Himmel zu den entsprechenden Figuren zusammengesetzt werden können.

Die Milchstraße steigt über dem Westhorizont empor, erstreckt sich dann über die Sternbilder Schwan, Kepheus und Kassiopeia in Richtung Zenit, um im weiteren Verlauf über die Sternbilder Perseus, Fuhrmann und den Westteil der Zwillinge in Richtung Osthorizont abzusinken. Dabei fallen die aufsteigenden Teile (Sommermilchstraße) merklich heller aus als die absteigenden (Wintermilchstraße). Dies wird verständlich, wenn man berücksichtigt, dass wir in Richtung Sommermilchstraße ins Zentrum, in Richtung Wintermilchstraße in die äußeren Spiralarme unserer Galaxie schauen.


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