Monatsüberblick März 2026

Der März wird vom strahlenden Jupiter dominiert, der in großer Höhe unübersehbar am Himmel steht. Wer bereits in der noch hellen Dämmerung nach Westen schaut, kann die noch ziemlich unauffällige Venus dicht über dem Horizont erkennen. Merkur und Mars sind im März unsichtbar, und Saturn verschwindet in der Abenddämmerung. Dafür ziehen in den ersten Nachtstunden noch die Winter-Sternbilder die Blicke auf sich. Allen voran fallen sowohl das Sternbild Orion als auch Sirius, der hellste Fixstern, auf. ✨


Mond

03.    Vollmond (Löwe)
11.    Letztes Viertel (Schlangenträger)
19.    Neumond (Fische)
19.    Erste Sichtung am Abendhimmel möglich (gegen 19:00 MEZ, tief!!!)
25.    Erstes Viertel (Zwillinge)
29.    Mond bedeckt Regulus (Eintritt: 20:21 MESZ, Austritt: 21:31 MESZ)


Planeten und Kleinplaneten

Merkur

steht am 7. März in unterer Konjunktion mit der Sonne. Obwohl er sich danach rasch von dieser entfernt und am Monatsletzten einen Abstand von 28° aufweist, bleibt Merkur in unseren Breiten unsichtbar, da die Ekliptik am Morgenhimmel sehr flach über den Horizont aufsteigt.


Venus

macht sich zögernd am Abendhimmel bemerkbar. Den –3.9m hellen Planeten findet man eine viertel Stunde nach Sonnenuntergang über dem westlichen Horizont. Er tritt am 2. März ins Sternbild Fische und am 30. März ins Sternbild Widder, doch sind diese Sternbilder in der Dämmerung nicht erkennbar. Der Untergang der Venus erfolgt am 1. März um 19:45 MEZ, am 31. März um 21:45 MESZ. Am 7. März passiert Venus den Planeten Saturn 1.0° nördlich, was aber nur im Fernglas beobachtbar ist. Am Abend des 20. März findet man die Mondsichel 5.5° oberhalb der Venus. Für teleskopische Beobachtungen steht Venus im März zu tief.


Mars

entfernt sich zwar langsam von der Sonne, doch reichen die Abstände noch nicht, ihn am Morgenhimmel sichtbar werden zu lassen.


Jupiter

ist das dominierende Objekt fast der ganzen Nacht. Er wird am 11. März stationär und bewegt sich anschließend wieder rechtläufig – in Richtung Pollux. Seine Helligkeit geht von –2.4m auf –2.2m zurück. Seine Untergänge verlagern sich im Monatsverlauf von 5:00 MEZ auf 4:00 MESZ. Am Abend des 26. März finden wir den zunehmenden Halbmond 4.5° links oberhalb des Riesenplaneten. Aufgrund der sehr großen Horizonthöhen ist Jupiter ein ideales Objekt für das Teleskop. Dabei präsentiert er ein ovales Scheibchen, dessen scheinbarer Äquatordurchmesser von 42.8“ auf 39.0“ schrumpft. Seine Atmosphäre zeigt das auffällige Nördliche und Südliche Äquatorialband, wobei am Südrand des letzteren der auffällige Große Rote Fleck gefunden werden kann. Weitere Bänder können mit größeren Instrumenten beobachtet werden. Darüber hinaus bieten die vier hellsten Jupitermonde interessante Konstellationen, die von Nacht zu Nacht sehr unterschiedlich ausfallen. Zudem sind zahlreiche Bedeckungen und Verfinsterungen durch Jupiter bzw. seinen Schatten, sowie Durchgänge und Schattenvorübergänge der Monde vor der Jupiterscheibe zu beobachten. Spezialisten können sich an dem weiter außen umlaufenden Mond Himalia versuchen, der sich bis zu einem Grad von Jupiter entfernen kann, allerdings nur 15.2m hell ist. Im März findet man ihn fast 1° östlich von Jupiter.


Saturn

verschwindet in der ersten Märzwoche vom Abendhimmel, wobei Spezialisten ihn wohl noch ein paar Tage länger verfolgen können. Der 1.0m helle Ringplanet geht am Monatsersten um 19:45 MEZ unter, eine Woche später um 19:15 MEZ, und damit bereits in der hellen Dämmerung. Im Fernglas kann die Konjunktion zwischen Venus und Saturn gesichtet werden, wobei Venus 1.0° nördlich am Ringplaneten vorüberläuft. Venus kann damit für einige Tage eine Aufsuchhilfe sein. Teleskopische Beobachtungen sind nicht mehr möglich. Bereits am 25. März steht Saturn in Konjunktion mit der Sonne.


Uranus

ist ein Objekt am Abendhimmel. Der sich rechtläufig durch den Westteil des Sternbilds Stier (etwa 5° südlich der Plejaden) bewegende, 5.8m helle Planet geht zu Monatsbeginn gegen 1:15 MEZ unter, am Monatsletzten bereits um 0:15 MESZ. Etwa eine Stunde zuvor wird er in den horizontnahen Dunstschichten unsichtbar. Am Abend des 23. und 24. März steht der Mond in der Nähe, allerdings trennen ihn 8° von Uranus. Im Teleskop präsentiert Uranus ein 3.5“ großes, grünliches Scheibchen, das ab etwa 100x erkennbar wird, auf dem aber keine Details auszumachen sind. Mit größeren Instrumenten können die zwei hellsten Monde Titania (14.0m) und Oberon (14.2m) in Abständen von etwa 30“ bzw. 40“ ausgemacht werden.


Neptun

steht am 22. März in Konjunktion mit der Sonne und damit unbeobachtbar am Taghimmel.


(7) Iris

stand Ende Februar in Opposition zur Sonne. Kleinplanet Nr. 7 bewegt sich rückläufig durch das Sternbild Sextant, welches sich südlich des Sternbilds Löwe befindet. Die Helligkeit von Iris geht im Monatsverlauf von 8.9m auf 9.7m zurück, so dass ihre Sichtbarkeit in der zweiten Monatshälfte endet. Am besten beobachtet man den Kleinplaneten in den zwei Stunden um die Kulmination. Diese findet zu Monatsbeginn um 0:30 MEZ statt, am Monatsende um 23:00 MESZ.


(20) Massalia

kommt am 21. März in Opposition zur Sonne und erreicht dabei eine Maximalhelligkeit von 8.9m. Zu Monatsbeginn ist Kleinplanet Nr. 20 erst 9.5m hell und am Monatsende bereits wieder 9.3m. Massalia bewegt sich rückläufig durch den westlichen Teil des Sternbilds Jungfrau. Die beste Beobachtungszeit ergibt sich in den zwei Stunden um die Kulmination. Diese findet zu Monatsbeginn um 2:00 MEZ statt, am Monatsende um 0:45 MESZ.


Der Sternenhimmel

Zur Standardbeobachtungszeit (23:00 MEZ am Monatsanfang, 22:00 MEZ zur Monatsmitte und 22:00 MESZ am Monatsende) steht das Sternbild Großer Bär – mit dem Großen Wagen als bekanntester Sternenkonstellation – hoch über unseren Köpfen. Seinen stellaren Gegenpart, das Sternbild Kassiopeia, auch Himmels-W genannt, finden wir hingegen in geringer Höhe über dem Nordwesthorizont. In der fünffachen Verlängerung der vorderen Wagensterne treffen wir auf den Polarstern im Norden, der den Endpunkt der Deichsel des Kleinen Wagens definiert. Offiziell wird diese Sternenkonstellation als Kleiner Bär bezeichnet.

Nördlich des Zenits finden wir das schwierig zu identifizierende Sternbild Giraffe in größerer Höhe im Nordwesten. Tief im Norden, westlich der Kassiopeia, steht das Sternbild Kepheus in unterer Kulminationsstellung. Im Nordosten steigt das ausgedehnte Sternbild Drache empor, dessen Kopf am auffälligsten ist. Unterhalb der Wagendeichsel findet sich das nur aus zwei Sternen bestehende Sternbild Jagdhunde. Und westlich des Großen Bären kann das schwache Sternbild Luchs in großer Höhe ausgemacht werden.

Über dem Nordwesthorizont bereiten sich gerade die Sternbilder Andromeda, Dreieck und Widder auf ihren Untergang vor. Noch deutlich höher finden wir das Sternbild Perseus. Im Westen ist das Sternbild Stier mit dem orangefarbenen Aldebaran und den beiden gut erkennbaren Sternhaufen Hyaden (um Aldebaran) und Plejaden (rechts von Aldebaran) schon deutlich herabgesunken. Hingegen steht der Fuhrmann mit der hellen Capella noch in bequemer Höhe.

Das Wintersechseck, zusammengesetzt aus den Sternen Capella, Pollux, Procyon, Sirius, Rigel und Aldebaran, ist nun vollständig nach Südwesten gerückt. Das Sternbild Orion hat sich schon deutlich dem Horizont genähert. Ebenso der Stier und das Sternbild Großer Hund mit dem hellsten Stern des Himmels, Sirius. Die Sternbilder Hase und Achterdeck befinden sich bereits im Untergang. Hingegen sind die Sternbilder Fuhrmann mit der hellen Capella, Sternbild Zwillinge (in dem sich aktuell der strahlende Jupiter aufhält) mit den hellen Sternen Castor und Pollux sowie der Kleine Hund mit Procyon noch in größerer Höhe zu finden. Zwischen Kleinem und Großem Hund ist das schwache Sternbild Einhorn positioniert.

Tief im Süden kulminiert das Sternbild Schiffkompass. Höher finden wir den Kopf des ausgedehnten Sternbilds Wasserschlange und über diesem das sehr unauffällige Sternbild Krebs, in welchem der Sternhaufen Praesepe unter gutem Himmel mit dem bloßen Auge erkannt werden kann.

Im Südosten sind die Sternbilder Becher und Rabe aufgegangen, die beide noch sehr unauffällig sind. Deutlich höher finden wir das auffällige Sternbild Löwe mit dem hellen Regulus und über diesem das schwierige Sternbild Kleiner Löwe. Östlich des Löwen kann unter dunklem Himmel das Sternbild Haar der Berenice mit seinem mit bloßem Auge erkennbaren Sternhaufen Melotte 111 ausgemacht werden. Noch horizontnah finden wir das Sternbild Jungfrau mit der hellen Spica.

Im Osten ist das große Sternbild Bärenhüter nun vollständig aufgegangen; sein Hauptstern Arktur leuchtet erkennbar orange. Unterhalb finden wir das markante Sternbild Nördliche Krone, das aber aufgrund der geringen Horizonthöhe noch nicht auffällt. Dies gilt auch für das über dem Nordosthorizont aufgehende Sternbild Herkules. Tief im Nordnordosten leuchtet die Wega, Hauptstern des Sternbilds Leier.

Die Sterne Regulus, Spica und Arktur bilden das sogenannte Frühlingsdreieck, ein Pendant zum Wintersechseck bzw. Sommerdreieck. Die Milchstraße ist im März unauffällig, da sie nur mäßige Horizonthöhen erreicht. Sie tritt im Südsüdwesten über den Horizont (Sternbild Achterdeck) und zieht sich dann über die Sternbilder Einhorn, Zwillinge (Westteil) und Fuhrmann, wo sie ihre maximale Höhe erreicht. Im weiteren Verlauf sinkt sie über die Sternbilder Perseus, Kassiopeia und Kepheus zum Nordhorizont hinab.


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