Am Himmel im April 2017

von Giovanni Caronti

Planetenbeobachtung

Interessante Planetenkonstellationen:

Merkur kann zu Monatsbeginn noch am Abendhimmel knapp über dem Westhorizont erspäht werden. Nach dem 7. lohnt es sich nicht mehr nach Merkur zu suchen, da der Planet in untere Konjunktion mit der Sonne kommt und die Sonne 1,3 Grad nördlich passiert.

Venus hat ihre Morgensternperiode begonnen. Am 1. geht der -4,1m helle Morgenstern um 5:55 Uhr auf und zeigt am 30. bereits um 4:36 Uhr ihren maximalen Glanz mit -4,8m.

Mars kann über dem Nordwesthorizont am Abendhimmel bereits  bei Einbruch der Dunkelheit aufgesucht werden. Mars geht im April gegen 23:00 Uhr unter.

Jupiter kommt am 7. in Opposition zur Sonne. Am Tag der Opposition erfolgt der Aufgang des -2,5m hellen Planeten um 19:49 Uhr. Seine Kulminationshöhe mit etwa 34 Grad ist noch recht günstig für Beobachtungen.

Saturn ist Planet der zweiten Nachthälfte. Seine Aufgänge verlagert der Ringplanet in die Zeit vor Mitternacht. Die bevorstehende Opposition macht sich auch an einer Helligkeitssteigerung auf respektable 0,2m bis Ende April bemerkbar.

Der grünliche Planet Uranus hält sich am Taghimmel auf und bleibt nachts unbeobachtbar unter dem Horizont. Auch der bläuliche Planet Neptun bleibt unbeobachtbar.

 

Mondsichel vom 30.03.2017

Mondsichel vom 30.03.2017, 19,42 Uhr, 9,3% erleuchtet, C 9.25, 1.480mm, Sony Alpha 6000

Periodische Sternschnuppenströme

In der Zeit vom 15. bis 24. April werden die Lyriden aktiv. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt in der Leier. Im Mittel liegen die Lyriden bei einer Eintrittsgeschwindigkeit in die Erdathmosphäre von etwa 50 Kilometer pro Sekunde. Die günstige Beobachtungszeit ist von 22 bis 4 Uhr. Das Maximum ist am 21. April mit etwa zehn bis 20 Meteore.

Der Fixsternhimmel am 15. April

Am Sternhimmel zeigt sich nun eindeutig, dass der Frühling Einzug gehalten hat. Steil über unseren Köpfen, fast exakt im Zenit, steht der Große Wagen. Hoch im Süden durchschreitet gerade der Löwe den Meridian. Die Grundlinie des Löwentrapezes wird von den beiden Sternen Regulus und Denebola gebildet. Blickt man zum Großen Wagen und folgt mit den Augen dem Bogenschwung der Deichsel, so trifft man auf den hellen, orangerot leuchtenden Arktur. Mit Sirius, Kanopus und Wega  gehört Arktur zu den vier hellsten Fixsternen am irdischen Firmament. Den Raum im Südosten nimmt die Jungfrau mit dem Hauptstern Spica ein, der ein bläulich-weißes Licht ausstrahlt.

Die Wintersternbilder haben das Feld geräumt. Orion ist im Untergang begriffen und kann nicht mehr erkannt werden. Sirius ist unter die Horizontlinie gesunden. Lediglich Prokyon im Kleinen Hund blinkt noch im Südwesten. Im Nordwesten leuchtet deutlich sichtbar die Kapella im Fuhrmann. Tief im Nordosten macht sich die Wega im Sternbild Leier bemerkbar. Sie deutet den kommenden Sommer an.

 

Für aktive Beobachter

Der Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak kommt im April der Erde sehr nahe. Bei nur 0,14 AE Abstand könnte der Schweifstern etwa 5,5m hell werden und einen Komadurchmesser von 20 Bogenminuten erreichen. Der Schweifstern ist den ganzen Monat über zirkumpolar. Eine gute Möglichkeit, den Kometen zu fotografieren.

Der zweite Komet im April C/2015 V2 (Johnson) sollte Anfang April etwa 8m hell sein mit steigender Tendenz in Richtung 7m im nächsten Monat.

Am 10. um etwa 23 Uhr, ist der Mond 1,4° nördlich von Jupiter, und am 16. um 19 Uhr 3,2° nördlich von Saturn.

Jupiter passiert vom 7. auf den 8. um 0,24 Uhr den Meridian. Bei einer Kulminationshöhe mit gut 34° ist der Riesenplanet für Beobachtungen bzw. Aufnahmen gut geeignet.

Für Deep-Sky-Fans stehen u.a. zahlreiche interessante Galaxien im Blickfeld:

M65, M66, NGC3628 (Leo Triplett-Galaxien), M104 (Sombrero Galaxie), M97 (Eulennebel)

NGC2281 (Offener Sternhaufen), M44 (Krippe, offener Sternhaufen), NGC 4147 (Kugelsternhaufen)

NGC2371 (Gemini-Nebel)

 

Markarjansche Kette im Virgo-Haufen

Harald Kaiser, Ritchey-Cretienne-Cassegrain 200 f8 reduziert auf 1080mm,, Sony A7II, ISO 1250, 50 a 300 Sek, Karlsruhe

 

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