Am Himmel im Mai 2017

von Giovanni Caronti

Planetenbeobachtung

Interessante Planetenkonstellationen:

Merkur erreicht in der Nacht vom 17. auf den 18. seine größte westliche Elongation von der Sonne. Der flinke Planet verbirgt sich in der östlichen Morgenhelle und bleibt im Mai unsichtbar.

Venus baut ihre Rolle als Morgenstern weiter aus. Ihre Aufgänge verfrühen sich um fast eine Stunde. Am 1. Erfolgt der Venusaufgang um 4:34 Uhr, am 31. bereits um 3:38 Uhr. Bis Monatsende geht die Helligkeit unseres inneren Nachbarplaneten auf -4,4m zurück.

Mars zieht sich vom Abendhimmel zurück und wird um die Monatsmitte unbeobachtbar.

Jupiter stand im Vormonat in Opposition zur Sonne. Seine Helligkeit geht leicht auf -2,2m zurück. Der Untergang des Riesenplaneten erfolgt am 1. um 5:24 Uhr, am 31. bereits um 3:21 Uhr.

Saturn wird zum Planeten der ganzen Nacht. Er nähert sich seiner Oppositionsstellung zur Sonne, die er Mitte Juni erreicht. Am 1. geht der 0,1m helle Saturn um 00:19 Uhr, am 31. um 22:14 Uhr auf.

Uranus und Neptun bleiben im Mai unsichtbar.

Periodische Sternschnuppenströme

Die Eta-Aquariden, auch Mai-Aquariden genannt, flammen von Monatsbeginn bis etwa 27. Mai auf. Der Radiant liegt bei  n Aquarii. Das ausgeprägte Maximum wird am 5. Mai erreicht. Im Durchschnitt sind etwa 20 Sternschnuppen, um die Zeit des Maximums sogar bis zu 60. Wegen des horizontnah liegenden Radianten sind die Mai-Aquariden in unseren Breiten schwierig zu beobachten.

Der Fixsternhimmel am 15. Mai

Im Nordwesten sieht man die auffällig helle Kapella im Fuhrmann, die in unseren Breiten zirkumpolar ist. Steil über unseren Köpfen steht der Himmelswagen. Auch die zirkumpolare Kassiopeia, das Himmels-W, hält sich im Meridian auf. Der Himmelslöwe hat seinen Meridiandurchgang schon hinter sich und steht hoch im Westen. Seine markante Figur ist leicht auszumachen. Hoch im Südosten leuchtet unübersehbar der rötliche Arktur im Sternbild Bootes. Arktur ist ein roter Riesenstern in 38 Lichtjahren Entfernung. Neben dem Bootes stößt man auf die Nördliche Krone. Der Osten wird vom Schlangenträger und der Schlange eingenommen. Im Südosten nimmt die Waage ihren Platz ein. Nur vier Sterne in der Waage sind so hell, dass man sie mühelos mit bloßen Augen sehen kann.

Für aktive Beobachter

Der Komet 41P/Tuttle-Giacobini-Kresak, der sich im April als Kometen ohne Schweif dargestellt hat,  entfernt sich im Laufe des Mai immer weiter von Sonne und Erde und wird immer schwächer.

Der zweite Komet C/2015 V2 (Johnson) sollte Mitte Juni immer heller werden. Er bewegt sich dabei immer weiter Richtung Süden und durchfliegt den Bärenhüter. Er könnte bis Ende Mai 6,5m erreichen. Gute Voraussetzungen, um den hoch am Südhimmel um Mitternacht zu beobachten bzw. aufzunehmen.

Am 7. um etwa 22 Uhr, ist der Mond 2,1° nördlich von Jupiter.

Am 14. besucht der Mond Saturn, wobei der Mond 3,1° nördlich ist.

Erfahrene Beobachter können im Deep-Sky-Bereich den Planetarischen Nebel NGC 4361 anschauen.

M13, ein schöner Kugelsternhaufen, kann mit einem Fernglas beobachtet werden. M87 und NGC 2903 sind zwei sehenswerte Galaxien.

Der Komet 41P Johnson

Giovanni Caronti, C 9.25 Edge hd, 1480mm, Alpha 6000, 30.03.2017, 34 a 90S

 

M42

Harald Kaiser, RC8 56 x 240 sec und RC8 reduziert 300 x 30 sec bei ISO 1250, Karlsruhe.
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